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Kalender (Römisches Reich) ArtikelDer Ursprung des alten römischen Kalenders ist nicht sicher geklärt, vermutlich wurde er aber von den Griechen übernommen.
Die Tradition schrieb den Kalender Romulus, dem legendären Gründer der Stadt Rom, zu.
In der Frühzeit der Römischen Republik wurden die Jahre nicht gezählt, sondern nach den regierenden Konsuln benannt.
Seit dem 4. vorchristlichen Jahrhundert war eine Zählung von der Einweihung des Jupitertempels in dem Jahre 507 v. Chr. üblich.
Erst später wurden die Jahre "von der Gründung der Stadt Rom an" (lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c.) in dem Jahre 753 v. Chr. gezählt.
Im Römischen Kaiserreich wurden die Jahre zusätzlich noch per Anno Diocletiani (abgekürzt A.D.) gezählt; diese Abkürzung ist identisch zu dem seit 525 n. Chr. gebräuchlichen Anno Domini (auch A.D.), und sollte nicht verwechselt werden.
In seiner ältesten Form war der römische Kalender ein Mondkalender mit 10 Monaten, der bald darauf auf 12 Monate erweitert wurde, und schließlich durch den nach Julius Cäsar benannten Julianischen Kalender abgelöst wurde.
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Das Jahr begann an der Tagundnachtgleiche in dem Frühling und dauerte ursprünglich 10 Monate: Martius (31 Tage), Aprilis (30 Tage), Maius (31 Tage), Junius (30 Tage), Quintilis (31 Tage), Sextilis (30 Tage), September (30 Tage), October (31 Tage), November (30 Tage) und December (30 Tage).
Das Jahr hatte somit 304 Tage; die 61 fehlenden Tage wurden in dem Winter stillschweigend ergänzt, so dass die Feldbestellung wieder zu Frühlingsbeginn in dem Martius (März) stattfand. (Nach Ovids Fasti)
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Schon um das Jahr 713 v. Chr. wurde das Problem der fehlenden Tage, der Tradition nach durch Numa Pompilius, dem legendären zweiten der sieben Könige Roms, angegangen.
Allerdings gilt es als wahrscheinlicher, dass der fünfte König, Lucius Tarquinius Priscus, für diese Reform verantwortlich war.
Die sechs Monate mit je 30 Tagen wurden auf 29 Tage gekürzt, und am Jahresende wurden der Ianuarius (nachdem Gott Ianus) mit 29 Tagen und der Februarius (nachdem Reinigungsfest Februa am Jahresende) mit 28 Tagen angehängt.
Damit ergab sich ein Jahr von 355 Tagen.
Die fehlenden 10 Tage wurden durch einen Schaltmonat, Mercedinus (Intercalaris), ausgeglichen. Der Mercedinus, mit einer Dauer von 27 oder 28 Tagen, wurde jedes zweite Jahr eingefügt. In diesen Jahren wurde der Februar auf 23 Tage verkürzt, worauf dann der Mercedinus folgte.
Mit einer abwechselnden Dauer von 28 bzw. 27 Tagen war die Länge von vier aufeinanderfolgenden Jahren damit durch 355, 378, 355 und 377 Tage gegeben.
Insgesamt sind dies 1465 Tage, vier mehr als vier Tropische Jahre enthalten.
Diese sehr unhandlich anmutende Konstruktion sollte die Beachtung religiöser Festtage sicherstellen.
Bedingt durch die überzähligen vier Tage verschoben sich in dem Laufe der Zeit die Jahreszeiten. Anfang des 6. Jh. v. Chr. wurden erste Korrekturen durchgeführt. Die sich zusätzlich anhäufenden Verschiebungen wurden "nach Bedarf" in unregelmäßigen Abständen durch weitere Korrekturen mehr oder weniger gut angepasst.
Auch der Jahresbeginn, ursprünglich am 1. März, wurde seit dem Jahre 153 v. Chr. auf den 1.01, den Amtsbeginn der Konsuln, verschoben.
Damit verloren auch die Zählmonate (September, soviel wie siebter, Oktober, der achte, November, der neunte, Dezember, der zehnte) ihre entsprechenden Positionen.
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Das Durcheinander des Kalenders veranlasste schließlich Julius Cäsar, eine grundlegende Reform durchzuführen und so den später nach ihm benannten Julianischen Kalender einzuführen.
Der Kalender wurde von dem hellenistischen Astronom Sosigenes in Alexandria entworfen.
Die 12 Monate haben fast alle die heute noch gebräuchliche Anzahl an Tagen, ca. der Sextilis wurde bei seiner Umbenennung in August um einen Tag verlängert, der dem Februar genommen wurde. Das Standardjahr hatte damit 365 Tage.
Jedes vierte Jahr wurde ein zusätzlicher Tag nachdem 24. Februar eingefügt (in den ersten Jahren versehentlich etwas häufiger).
Dieser Kalender wurde am 1.01 45 v. Chr. eingeführt.
Da der römische Kalender zu diesem Zeitpunkt um 67 Tage vom vorgesehenen Frühlingsbeginn abwich, und das Jahr 46 v. Chr. ein Schaltjahr war, hatte dieses letzte Jahr des römischen Kalenders 445 Tage ('annus confusionis').
Der Monat Quintilis wurde in dem folgenden Jahr nach Julius Cäsar in Julius umbenannt (Lex Antonia de mense Quintili („über den Monat Quintilis“) des Konsuls Marcus Antonius). Der Sextilis wurde später Kaiser Augustus zu Ehren zu dem Augustus. Als der Senat vorschlug, den September zu seinen Ehren ebenfalls umzubebezeichnen, lehnte Tiberius mit der Frage ab, was denn dann mit dem dreizehnten Caesar sei.
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Der römische Kalender kannte keine 'durchlaufende' Woche, wie sie heute üblich ist.
Ebenso wurden die Tage in dem Monat nicht fortlaufend gezählt.
Drei Tage innerhalb jedes Monats waren speziell ausgezeichnet:
Der erste Tag, Kalendae genannt, der fünfte bzw. siebte, Nonae genannt, und der 13. bzw. 15. Tag, Idus genannt.
Bei Monaten mit 31 Tagen waren die Nonae am siebten Monatstag und die Iden am 15. Tag. Alle anderen Monate hatten die Nonae am fünften und die Iden am 13. Tag.
Die ursprüngliche Entsprechung dieser Tage mit speziellen Mondphasen (Kalendae am Neumond, Nonae am zunehmenden Halbmond, Iden am Vollmond) ging schnell verloren.
(Die Iden sind von den "Iden des März ", an denen Brutus Julius Cäsar ermordet haben soll, bekannt).
Alle anderen Tage wurden mit Bezug auf diese festen Daten dargestellt, und zwar stets rückwärts vom nächsten Festdatum gezählt, wobei der Ausgangstag mitzählte. Es war also zu dem Beispiel der 15.05 der "Idus des Mai", der 7.05 war der "Nonae des Mai". Der 5.05 war also (inklusive Tageszählung) "drei Tage vor den Nonae des Mai", der 10.05 war "sechs Tage vor dem Mai-Idus", der 20.05 war "12 Tage vor den Kalendae des Juni".
Der Tag direkt vor dem Festdatum wurde als "Pridie" genannt.
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